Während der Feldphase kommen die Antworten Eurer Umfrageteilnehmenden herein. Während dieser Zeit solltet ihr regelmäßig den Rücklauf kontrollieren. Dabei könnt Ihr auf folgende Anzeichen achten:
- Wie viele Personen haben teilgenommen?
- Brechen viele Teilnehmende an derselben Stelle ab?
- Sind bestimmte Zielgruppen unterrepräsentiert?
- Funktioniert der Link weiterhin? So könnt Ihr bei Bedarf nachsteuern, zum Beispiel durch gezieltes Nachwerben bei bestimmten Zielgruppen oder Erinnerungen an alle. Eine freundliche Erinnerung kann den Rücklauf deutlich verbessern. Sie sollte aber nicht zu häufig kommen. Meist reichen ein bis zwei Reminder während der Erhebungsphase.
Eine Veränderung des Fragebogens oder der Umgebungsfaktoren sollte während der Erhebung nicht vorgenommen werden. Das betrifft Fragen, Antwortoptionen, Rangfolge, Design und Begleittexte. Sollte es trotz Pretests zu größeren technischen Problemen kommen, die eine Teilnahme verhindern und daher Euer Eingreifen erfordern, solltet Ihr dies gut dokumentieren. Ein Eingreifen Eurerseits kann die Datenqualität beeiflussen. Natürlich gibt es auch andere Aspekte, die schon während der Erhebung als qualitätseinschränkend auffallen können - z.B. viele ungewöhnlich schnell beantwortete Fragebögen oder viele exakt gleich beantwortete Umfragen in kurzer Zeit.
Die Dokumentation ist für besondere Vorkommnisse dann genauso wichtig wie für die grundlegenden Umgebungsfaktoren. Besonders wenn der Zeitraum zwischen Erhebung und Auswertung größer ist oder unterschiedliche Personen daran beteiligt sind, solltet Ihr festhalten:
- Zeitraum der Erhebung
- Einladungswege
- Anzahl der eingeladenen Personen, falls bekannt
- Anzahl vollständiger und unvollständiger Antworten
- Abbruchquoten
- besondere Vorkommnisse
- Ausschlusskriterien für Fälle (für die spätere Datenbereinigung) Das Ziel ist, dass Ihr später nachvollziehbar erklären könnt, woher Eure Daten kommen, wer geantwortet hat und welche möglichen Verzerrungen bestehen.